Moderne Multiple-Sklerose-Therapie am Neurologischen Zentrum am Bezirksklinikum Mainkofen

Oberärztin Anna-Katharina Eser vom Neurologischen Zentrum am Bezirksklinikum Mainkofen verabreicht hier einem Patienten eine Infusionstherapie mit einem monoklonalen Antikörper.
Zum diesjährigen Welt-MS-Tag am 30. Mai rückt das Neurologische Zentrum des Bezirksklinikums Mainkofen erneut die Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) in den Mittelpunkt. Als zertifiziertes MS-Zentrum wurde die Klinik erneut von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) ausgezeichnet – ein wichtiges Qualitätssiegel für spezialisierte Diagnostik, Therapie und langfristige Betreuung von Patientinnen und Patienten mit MS.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Schmidt-Wilcke bietet das Neurologische Zentrum ein umfassendes modernes Behandlungskonzept für Menschen mit entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems. Neben einer schnellen und präzisen Diagnostik stehen insbesondere individuell abgestimmte Therapiekonzepte, persönliche Beratung und eine langfristige Begleitung im Vordergrund.
„Die Multiple Sklerose hat in den vergangenen Jahren viel von ihrem früheren Schrecken verloren“, erklärt Anna Katharina Eser, zuständige Oberärztin am Neurologischen Zentrum. „Heute verfügen wir über zahlreiche hochwirksame Therapien, die es ermöglichen, Krankheitsaktivität frühzeitig zu kontrollieren und vielen Betroffenen ein nahezu normales Leben zu ermöglichen.“
Die Klinik begleitet Patientinnen und Patienten von der Erstdiagnose über die Behandlung akuter Schübe bis hin zur langfristigen prophylaktischen Therapie. Zum therapeutischen Angebot gehören unter anderem hochdosierte Steroidtherapien bei akuten Schüben, moderne Immuntherapien sowie Eskalations- und Verlaufsbehandlungen bei aktiver Erkrankung. Darüber hinaus legt das Team großen Wert auf eine umfassende Aufklärung über die Erkrankung, Lebensplanung und individuelle Zukunftsperspektiven.
Besondere Expertise besteht am Neurologischen Zentrum zudem in der Durchführung moderner Immuntherapien und Immunadsorptionsbehandlungen bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen. Gerade bei schweren oder steroid-refraktären MS-Schüben können spezielle immunmodulierende Therapieverfahren zum Einsatz kommen, die am Bezirksklinikum Mainkofen mit hoher fachlicher Qualifikation und großer Erfahrung durchgeführt werden. Die enge Verzahnung aus neurologischer Akutmedizin, spezialisierter Pflege und immunologischer Therapie ermöglicht dabei eine Behandlung auf höchstem medizinischem Niveau.
Gerade junge Menschen stehen nach der Diagnose häufig vor vielen Fragen. Ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Familienplanung bei Multipler Sklerose. „Kann ich trotz MS Mutter werden?“ – Ein kurzes Gespräch aus dem Klinikalltag.
Patientin Frau M. erinnert sich noch gut an den Moment ihrer Diagnose: „Ich war damals Anfang dreißig und völlig verunsichert. Meine größte Angst war, dass ich meinen Kinderwunsch aufgeben müsste.“ Nach einem akuten Krankheitsschub wurde sie im Neurologischen Zentrum am Bezirksklinikum Mainkofen behandelt. Dort erfolgten zunächst die Schubtherapie mit hochdosiertem Kortison und einer Immunadsorptionsbehandlung sowie anschließend die Einleitung einer vorbeugenden Immuntherapie.
Im gemeinsamen Gespräch mit den behandelnden Ärzten wurden nicht nur die verschiedenen Therapieoptionen erläutert, sondern auch Fragen rund um Schwangerschaft und Familienplanung offen besprochen.
„Die ausführliche Aufklärung hat mir sehr geholfen. Ich wusste genau, welche Medikamente in welcher Situation möglich sind und wie eine Schwangerschaft begleitet werden kann. Heute bin ich glückliche Mutter einer gesunden Tochter.“
Für Anna-Katharina Eser ist dies ein wichtiger Bestandteil moderner MS-Medizin: „Viele Patientinnen glauben noch immer, dass eine Schwangerschaft bei MS problematisch sei. Dabei können wir heute sehr individuell beraten und Therapien optimal an die Lebensplanung anpassen. Eine gute Aufklärung nimmt vielen Betroffenen Ängste.“
Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt dabei eine zentrale Rolle. Neben neurologischer Expertise profitieren die Patientinnen und Patienten von enger Zusammenarbeit mit Pflegekräften, Physiotherapie, Ergotherapie, Neuropsychologie sowie sozialmedizinischer Beratung.
Der Welt-MS-Tag soll deshalb nicht nur auf die Erkrankung aufmerksam machen, sondern auch Mut machen: Mit moderner Medizin, früher Therapie und individueller Begleitung ist heute für viele Betroffene ein aktives und selbstbestimmtes Leben möglich.
Das Neurologische Zentrum des Bezirksklinikums Mainkofen gehört zu den spezialisierten Einrichtungen für entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems in der Region. Die erneute Zertifizierung als MS-Zentrum durch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft bestätigt die hohe Qualität in Diagnostik, Therapie und Betreuung von Menschen mit Multipler Sklerose.
29.05.2026
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