Entwöhnung von der Beatmungsmaschine: Weaning Symposium gibt Einblicke

Die Referentinnen und Referenten des Weaning Symposiums mit Pflegedirektorin Agnes Kolbeck (li. unten), Prof. Dr. Maximilian Malfertheiner, Ärztlicher Direktor Caritas-Krankenhaus St. Maria (2.v.li.unten), und Krankenhausdirektor Uwe Böttcher (li. oben). (Foto: S. Knott)
Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, hat das Bezirksklinikum Mainkofen zum Interdisziplinären Weaning Symposium 2026 eingeladen. Rund 50 Teilnehmer, bestehend aus Ärzten, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes und außerklinischen Versorgern, sind nach Mainkofen gekommen, um sich über das wichtige Thema „Beatmungsentwöhnung“ auszutauschen.
„Weaning“ bedeutet, Patienten von der Beatmungsmaschine schrittweise zu entwöhnen. Bereits seit 2021 ist Mainkofen als neurologisches Zentrum für Beatmungsentwöhnung zertifiziert und verzeichnet dort stetig steigende Patientenzahlen. Die Betreuung erfolgt durch ein spezialisiertes, multiprofessionelles Team aus Pflegekräften, Physio-, Ergo- und Logopädie, Atmungstherapie, Neuropsychologie, Sozialdienst und Ärzteschaft. Dieses enge Zusammenspiel ermöglicht eine individuelle und nachhaltige Rehabilitation.
Ziel des Symposiums war es, Raum für fachlichen Austausch, neue Impulse und interdisziplinäre Perspektiven zu schaffen. In fünf Vorträgen wurde das Weaning aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Prof. Dr. Maximilian Malfertheiner, Ärztlicher Direktor im Caritas-Krankenhaus St. Maria (Klinik Donaustauf) eröffnete das Symposium mit seinem Vortrag zum Thema „Komplikationen vermeiden – Weaning verbessern“. Die Klinik Donaustauf, ein spezialisiertes Fachkrankenhaus für Lungen- und Atemwegserkrankungen, richtet das Weaning Symposium im Wechsel mit dem Bezirksklinikum Mainkofen aus.
Weitere Vorträge beleuchteten das Weaning mit seinen unterschiedlichen Therapieformen aus verschiedenen Perspektiven. Ob Mundpflege, Ergo- und Physiotherapie oder Musiktherapie – all diese Therapien sind wichtige Bausteine, um den Prozess der Beatmungsentwöhnung zu begleiten und zu unterstützen. Neu ist dabei „Therapeutic Touch“, eine komplementäre Pflegemethode, die künftig in Mainkofen auch bei Weaning-Patienten angewandt werden soll.
Fazit des Symposiums: Erfolgreiches Weaning gelingt nur durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen und durch Anwendung unterschiedlicher Therapieformen, zu denen auch komplementäre Therapien gehören. Genauso wichtig wie die Therapien sind zudem Netzwerkarbeit und ein klinikübergreifender Austausch. Das Weaning Symposium in Mainkofen hat hier einen wichtigen Beitrag geleistet.
23.10.2026
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