Jede Minute zählt: Erfolgreicher Aktionstag zur Wiederbelebung

Prof. Dr. Joachim Scheßl, Oberarzt der Intensivstation am Neurologischen Zentrum des Bezirksklinikums Mainkofen, gemeinsam mit den Pflegeschülerinnen der Berufsfachschule für Pflege in Mainkofen (v. l. n. r.: Leni Falter, Valentina Bauer, Lisa Schmiegel, Emely Achatz und Laura Groß). Beim Aktionstag zur Wiederbelebung zeigen sie, worauf es bei einer Reanimation ankommt. Foto: S. Knott
Im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung (21. bis 27.9.2026 ) hat das Bezirksklinikum Mainkofen einen Aktionstag rund um das Thema Wiederbelebung veranstaltet. Interessierte hatten dabei die Möglichkeit, sich über die wichtigsten Maßnahmen im Notfall zu informieren und die praktische Durchführung einer Wiederbelebung selbst zu üben.
Prof. Dr. Joachim Scheßl, Oberarzt der Intensivstation des Neurologischen Zentrums am Bezirksklinikum Mainkofen, sowie Kolleginnen der Pflegeschule erklärten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anschaulich die grundlegenden Maßnahmen der Wiederbelebung. An Reanimationspuppen konnten die Interessierten anschließend selbst Hand anlegen und die einzelnen Schritte praktisch ausprobieren. Dabei ging es insbesondere darum, Hemmschwellen abzubauen und Sicherheit für den Ernstfall zu vermitteln. Außerdem wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Defibrillator (AED) vorgestellt und dessen richtige Anwendung anschaulich erklärt. Da solche Geräte mittlerweile an vielen öffentlichen Orten zugänglich und im Notfall schnell verfügbar sind, ist es besonders wichtig, mit ihrer Anwendung vertraut zu sein und sie im Ernstfall ohne Scheu einzusetzen.
„Im Notfall kann jeder helfen. Entscheidend ist, dass man nicht abwartet, sondern handelt: Bewusstsein und Atmung überprüfen, den Notruf wählen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen“, erklärt Prof. Dr. Scheßl. „Schon wenige Minuten ohne wirksame Wiederbelebung können entscheidend sein.“
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrierten Rettungsleitstellen unter der Telefonnummer 112 unterstützen im Notfall telefonisch bei der Durchführung der Wiederbelebung. Sie geben den Anruferinnen und Anrufern konkrete Anweisungen zu den erforderlichen Maßnahmen und begleiten sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Der Aktionstag am Bezirksklinikum Mainkofen machte deutlich: Wiederbelebung ist keine Aufgabe, die ausschließlich medizinischem Fachpersonal vorbehalten ist. Wer die grundlegenden Schritte kennt und im entscheidenden Moment handelt, kann dazu beitragen, die Überlebenschancen eines Menschen mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu verbessern.
Die bundesweite Woche der Wiederbelebung soll deshalb dazu beitragen, möglichst viele Menschen mit den einfachen und lebensrettenden Maßnahmen vertraut zu machen – denn im Notfall zählt jede Minute.
25.09.2026
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