Dr. Johanna Freund vom Bezirksklinikum Mainkofen mit dem kbo-Innovationspreis ausgezeichnet

v.li.: Prof. Dr. Michael Landgrebe (Ärztlicher Direktor der kbo-Lech-Mangfall-Kliniken), Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach (kbo-Vorständin) und Dr. Johanna Freund; Foto: Kliniken des Bezirks Oberbayern
Besondere Ehre für Dr. Johanna Freund: Die M.Sc.-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am MedizinCampus Niederbayern des Bezirksklinikums Mainkofen hat mit ihrer Doktorarbeit den 1. Platz beim kbo-Innovationspreis Mental Health | Sozialpsychiatrie belegt, der Mitte Februar im Plenarsaal des Bezirks Oberbayern zum sechsten Mal verliehen worden ist.
Mit der Auszeichnung würdigt kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern) alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die neue Impulse für die psychiatrische und sozialpsychiatrische Versorgung geben und den Transfer von Forschung in die Praxis stärken. Die prämierten Arbeiten greifen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf, beleuchten bislang wenig beachtete Perspektiven und setzen sich mit konkreten Herausforderungen der psychiatrischen Versorgung auseinander.
„Ich habe mich sehr über den kbo-Innovationspreis gefreut. Die Auszeichnung meiner Dissertation durch die Kliniken des Bezirks Oberbayern zeigt, wie wichtig es ist, psychische Erkrankungen frühzeitig zu verhindern. Der Preis bestärkt mich darin, weiter daran zu arbeiten, digitale Angebote wirksam und nachhaltig in die Versorgung zu bringen – gerade auch im ländlichen Raum“, sagt Dr. Johanna Freund.
In ihrer Doktorarbeit „Digitale Prävention psychischer Erkrankungen: Bewertung der Kosteneffektivität und Implementierungswissenschaft als Brücken zwischen Forschung und Praxis“ untersuchte Dr. Freund die Kosteneffizienz und Integration digitaler Präventionsangebote in die Versorgung. Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet, doch viele Betroffene erhalten keine Behandlung oder erst nach einer langen Wartezeit. Deshalb wird es zunehmend wichtiger, psychische Erkrankungen frühzeitig zu verhindern. Digitale Interventionen wie Apps oder Online-Programme können dabei helfen, psychischen Problemen vorzubeugen. „Die Ergebnisse meiner Dissertation deuten darauf hin, dass digitale Programme, etwa zur Stressbewältigung oder zur Reduktion von schädlichem Alkoholkonsum, mit hoher Wahrscheinlichkeit kosteneffektiv sind“, sagt Dr. Freund. Weitere Ergebnisse aus einem nationalen Modellvorhaben zur Prävention von Depressionen bei Landwirtinnen und Landwirten zeigen, dass digitale Interventionen weitgehend akzeptiert wurden. Für eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung brauchte es jedoch mehr Aufklärung über psychische Gesundheit, eine stärkere Anpassung der Angebote an die Zielgruppe und eine Förderung des Wissens- und Erfahrungsaustauschs zwischen den involvierten Gesundheitsfachkräften. Basierend auf den Ergebnissen der Dissertation ließe sich erkennen, dass digitale Programme zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen im Arbeitsumfeld großes Potenzial haben, so Dr. Freund.
„Wir gratulieren Frau Dr. Freund sehr herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Das Thema psychische Erkrankungen bzw. psychische Gesundheit nimmt in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Die Versorgung ist speziell in den ländlichen Regionen sehr schwierig, so dass die Prävention zunehmend an Bedeutung gewinnt. Deshalb sind die Ergebnisse der Doktorarbeit für unsere Arbeit am Klinikum auch sehr wichtig. Wir sind sehr froh, dass Dr. Freund unsere Klinik in der Stabsstelle Wissenschaft und Forschung beim Aufbau des MedizinCampus Niederbayern in Mainkofen mit ihrem Wissen und ihrer besonderen Expertise unterstützt“, sagt Prof. Dr. Johannes Hamann, Ärztlicher Direktor am Bezirksklinikum Mainkofen.
25.02.2026
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