Anna Rosmus stellt ihr neues Buch „Mainkofen, mach Dei Türl auf!“ vor

Am Donnerstag, 26. März 2026, findet um 18.30 Uhr im Festsaal des Bezirksklinikums Mainkofen eine Lesung von Anna Rosmus statt. Darin stellt die Publizistin ihr neues Buch „Mainkofen, mach Dei Türl auf!“ vor, in dem sie sich der Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Mainkofen und der Beteiligung an der NS-„Euthanasie“ widmet.

Die Publizistin Anna Rosmus gelangte durch ihre Forschungen zur Geschichte des Nationalsozialismus in Niederbayern zu weltweiter Bekanntheit. Sie lebt seit vielen Jahren in den USA und engagiert sich unermüdlich für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus.

Wanderausstellung – „Die Opfer der Aktion T4 aus Bayern“

Vor der Lesung haben Interessierte ab 15.00 Uhr die Möglichkeit, sich die Wanderausstellung „Die Opfer der Aktion T4 aus Bayern“ anzusehen, die im Festsaal ausgestellt ist. Über 7.600 Menschen aus bayerischen Heil- und Pflegeanstalten wurden 1940 und 1941 während der „Aktion T4“ in den nationalsozialistischen Tötungsanstalten Grafeneck, Pirna-Sonnenstein und Hartheim (Oberösterreich) ermordet. Beispielhaft erzählt die Ausstellung 14 Lebensgeschichten von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen und psychischen Krankheiten aus Ober- und Niederbayern, aus der Oberpfalz, aus Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie aus Schwaben. Sie wurden im Nationalsozialismus von ärztlichem, pflegerischem und Verwaltungspersonal als vermeintlich „lebensunwertes Leben“ zunächst stigmatisiert, dann verfolgt und schließlich ermordet.

Die Wanderausstellung verdankt sich der gemeinsamen Initiative der Stiftung Sächsische Gedenkstätten/Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim sowie der Gedenkstätte Grafeneck e.V.. Finanzielle Förderung erfuhren sie durch die bezirklichen Gesundheitsunternehmen in Bayern. Fachliche Unterstützung boten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation. Ebenso hilfreich waren zahlreiche Mitarbeitende der Bezirksheimatpflege und der einzelnen Bezirksarchive; der ehemalige Krankenhausdirektor Gerhard Schneider konnte wichtige Informationen für Patienten aus Mainkofen beitragen.

10.03.2026

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